26.07 - 31.07.2016

Kreuzweg





                                                                                    KREUZWEG

                                                                                                          Überlegungen

Jeden Morgen weckt er mein Ohr, 

damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.

Jesaja 50,4




In der Botschaft zum Weltjugendtag in Krakau hat der Heilige Vater geschrieben: „Dieses Heilige Jahr der Barmherzigkeit ist im Besonderen »die Zeit für die Kirche, den Sinn des Auftrags wieder neu zu entdecken, den der Herr ihr am Ostertag anvertraut hat: Zeichen und Werkzeug der Barmherzigkeit des Vaters zu sein«. Schauen wir uns in Erwartung des Triduum Sacrum das barmherzige Gesicht des Vaters, unseren Herrn Jesus Christis an und versuchen wir erneut zu entdecken, was es bedeutet, sein Jünger zu sein.


STATION I – JESUS WIRD ZUM TODE VERURTEILT 

Da sagte Pilatus zu ihm: «Du sprichst nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht, dich zu kreuzigen?» Jesus antwortete: «Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben gegeben wäre; darum liegt größere Schuld bei dem, der mich dir ausgeliefert hat.» Daraufhin wollte Pilatus ihn freilassen, aber die Juden schrien: «Wenn du ihn freilässt, bist du kein Freund des Kaisers; jeder, der sich als König ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf.» (Johannes 19, 10-12)

Erinnerst du dich daran, als Jesus eine Frau in Schutz genommen hat, die gesteinigt werden sollte? Kein Scherge war sündenfrei, keiner hat den Stein geworfen. Jesus hat sie in Schutz genommen und ihr Leben gerettet. Und du – wie wertvoll ist dein Leben für dich? Wie oft fühlst du überhaupt, dass du lebst? Du weißt Bescheid, dass Gott die Fülle für dich will, dass er dir helfen will, fruchtbar und leidenschaftsvoll zu sein! Er tritt nicht nur immer für dich ein, klagt dich nie an und verurteilt dich nicht zum Tode; er wird dich retten, behüten, beleben.

Ahme Jesus nach: rette das Leben – in dir sowie in den anderen. 

STATION II – JESUS NIMMT DAS KREUZ AUF SEINE SCHULTERN

Sie aber schrien: «Weg mit ihm, kreuzige ihn!» Pilatus aber sagte zu ihnen: «Euren König soll ich kreuzigen?» Die Hohenpriester antworteten: «Wir haben keinen König außer dem Kaiser.» Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde. Sie übernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf Hebräisch Golgota heißt. (Johannes 19, 15-17)

Könnte es kein Kreuz geben? Konnte die Erlösung anders vollgebracht werden, selbst auf eine weniger grausame Art und Weise? Wenn Gott so entschieden hat, musste das jedoch sicherlich notwendig sein. Erinnerst du dich daran, als er gesagt hat, dass der Schüler den Meister nicht übertrifft? Dass es reicht, wenn der Diener so wie sein Herr ist? Du sollst auch dein Kreuz nehmen und deine Sünden, Schwächen, deine Not tragen. Und das alles nicht vergeblich – du weißt Bescheid, dass das ein Weg der geistigen Entwicklung ist, der zur Auferstehung führt.

Ahme Jesus nach: küsse dein Kreuz und vertraue dich dem Vater an.

STATION III – JESUS FÄLLT ZUM ERSTEN MAL UNTER DEM KREUZ

Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. (Markus 2,9-12a)

Fühlst du dich manchmal so, als ob etwas dich lähmen würde? Angst, Furcht, vielleicht Scham? Es ist nicht leicht daran zu glauben, dass Gott das im Augenblick ändern kann, dass er das wegnehmen kann, dass er befehlen kann und das es verschwindet. Denke in solchen Momenten an die Wunder des Evangeliums, die bis heute so zahlreich passieren. Und wenn du dich bereits davon überzeugen lässt, bitte Gott um Hilfe und steh auf. Er will nicht, dass du liegen bleibst. Du bedeutest ihm sehr viel.

Ahme ihn nach: gib trotz der Widrigkeiten nicht auf.

STATION IV – JESUS BEGEGNET SEINER MUTTER

Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. (Johannes 19,26-27)

Kennst du solche Personen, über die du Bescheid weißt, dass sie für dich fast alles tun würden? Kümmere dich um diese Menschen, weil sie dir vielleicht einmal dein Leben retten werden. Sie werden wie die letzte Rettung sein. Die Beziehung zwischen Maria und Jesus musste außergewöhnlich, einzigartig sein. Und obwohl sie immer versuchte, nah zu sein, konnte sie damals nicht helfen. Sie folgte jedoch ihrem Sohn bis zum Ende, obwohl der Anblick eines leidenden Kindes unheimlich schmerzhaft sein musste. Vermutlich versuchten sie sich gegenseitig zu erblicken um darin Trost zu finden… Jesus dachte an sie bis zum Ende. Seither nimmt Maria alle Jünger ihres Sohnes unter ihren Schutz.

Ahme Jesus nach: liebe seine Mutter wie deine eigene.

STATION V – SIMON VON CYRENE HILFT JESUS DAS KREUZ TRAGEN

‘Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?  Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Matthäus 25,37b-40)

Simon hatte gar keine Lust, ihm zu helfen. Die Evangelisten haben geschrieben, dass die Soldaten ihn gezwungen haben, das Kreuz zu tragen. Und würdest du helfen? Wie reagierst du auf solche Gelegenheiten? Die biblische Aufforderung zum gegenseitigen Tragen der Lasten besagt nicht nur, dass man manchmal die Lasten seines Bruders auf sich nehmen soll; du solltest es auch manchmal erlauben, dass dein Bruder deine Lasten trägt. Die zweite ist sogar schwieriger… Denke daran, dass du nicht immer „zurande kommen“ musst. Manchmal bist du der Geringste.

Ahme Jesus nach: wenn du siehst, dass du es zu schwer hast, nimm Hilfe mit Dankbarkeit an.

STATION VI – VERONIKA REICHT JESUS DAS SCHWEISSTUCH

Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. (Matthäus 17,1-3)

Gott hat eine gute Meinung von dir: obwohl er alles über dich weiß, liebt er dich ohne Wenn und Aber. Für ihn bist du der Einzige, der Einzigartige, der Schöne. Denke deswegen nicht schlecht von dir selbst. Jesus hat gesagt, dass wir so barmherzig sein sollten, wie auch der Vater ist. Also versuche auch dir selbst gegenüber barmherzig zu sein. Du brauchst nicht perfekt zu sein, sei du selbst. Lässt du dich von Gott führen, wirst du staunen, wie sehr seine Gnade dich ändert.

Ahme Jesus nach: lass dir von deinem Gesicht den Schmutz und den Staub abwischen – lass ihn aufleuchten! 

STATION VII – JESUS FÄLLT ZUM ZWEITEN MAL UNTER DEM KREUZ

Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm. Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. (Matthäus 9,9-10)

Jeder will Glück, Liebe, Mitleid, selbst der schlimmste Schuft. Erinnerst du dich daran, als Jesus gesagt hat: wem man mehr verzeiht, der liebt mehr? Manchmal fällt es denjenigen leichter, einen solchen „Hoffnungssprung“ zu machen, die nichts mehr zu verlieren haben als denjenigen, denen es eigentlich alles egal ist… Lass dir nicht einreden, dass man nichts mehr tun kann, dass es kein Zurück mehr gibt oder dass das nicht der Mühe wert ist! Bleib nicht im sperrangelweit offenen Käfig. Gott verzichtet auf niemanden, er hat uns zur Freiheit befreit!

Ahme Ihn nach: hilf denjenigen aufzustehen und ihm zu folgen, die sich einreden ließen, dass es kein Zurück mehr gibt.

STATION VIII – JESUS BEGEGNET DEN WEINENDEN FRAUEN

Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: «Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder! Denn es kommen Tage, da wird man sagen: "Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben". Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Deckt uns zu! Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?» (Lukas 23, 27-31)

Sicherlich haben nicht nur diese Frauen geweint. In der Nähe war auch Maria, es gab auch andere Frauen, Freunde. Vielleicht war auch dieses Frau dabei, die einst ihre Tränen über seinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet hat, dann sie geküsst und gesalbt hat, was Empörung der Pharisäer hervorgerufen hat. War seine reine und unschuldige Güte so bewegend? Er selbst war manchmal auch durch die menschliche Armut, die Demut, den Glauben gerührt. Die Gefühle drücken uns selbst aus, sie bringen uns etwas bei. Täuschen wir also keine Freude, oder Traurigkeit, oder Lächeln, oder Tränen vor.

Ahme Jesus nach: hab keine Angst, ehrlich gerührt zu sein. Tröste die Weinenden.

STATION IX – JESUS FÄLLT ZUM DRITTEN MAL UNTER DEM KREUZ

Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach! (Johannes 21,17-19)

Erinnerst du dich daran, als er trotz verschlossener Türen zu ihnen gekommen ist, wenn er bereits auferstanden ist? Das ist das Privileg des Jüngers: er wird nach dir suchen, er kommt, obwohl er weiß, dass du Angst hast, dass du deinen Glauben fast verloren hast, ihn vielleicht sogar verraten hast… Verschlossene Türen sind kein Hindernis. Schlimmer ist es, wenn dein Herz geschlossen bleibt. Tue es nicht. Wenn du weggehst, dich versteckst, tief sinkst, findet dich seine Liebe. Die Liebe erträgt doch alles.

Ahme Jesus nach: lass Liebe dich anweisen, hinaufzugehen, nach vorne zu gehen.

STATION X – JESUS WIRD SEINER KLEIDER BERAUBT

Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an. (Lukas 15,20-11)

Der größte Dieb ist nicht derjenige, der dich deiner Freiheit beraubt, aber derjenige, der deine Zeit, deine Träume, dein Glück stiehlt. Das ist Satan – er bemüht sich darum, dich der Hoffnung zu berauben, damit du sogar daran nicht mehr glaubst, dass dir als Kind des Gottes das Erbe, Freiheit und ewiges Glück zustehen. Gott macht uns keine Vorwürfe, hält uns unsere Sünde nicht vor. Er ängstigt sich nur dann, wenn wir zu lange nicht zurückkommen.

Ahme Jesus nach: egal, was passiert – denke an deine Würde des Gottessohnes.  

STATION XI – JESUS WIRD ANS KREUZ GENAGELT

Die Leute standen dabei und schauten zu; auch die führenden Männer des Volkes verlachten ihn und sagten: «Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist». Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: «Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!» Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: «Das ist der König der Juden». (Lukas 23,35-38)

Mehrmals wurde ihm mit dem Tod gedroht, man hat eine Gelegenheit gesucht, ihn zu fangen. Sooft es jedoch so war, hat Jesus auf irgendeine wundersame Art und Weise Bedrohung vermieden. Erinnerst du dich daran, als er aus Nazareth an den Abhang des Berges gebracht wurde, um hinabgestürzt zu werden? Er aber ist mitten durch die Menge hindurchgeschritten und ist weggegangen. Was ist eigentlich passiert? Konnten sie vielleicht es nicht ertragen und begreifen, wie er trotz allem auf sie schaut? Beim Anblick von seinen liebevollen Augen können die Arme sinken lassen, die Fäuste können geöffnet werden. Letztendlich ist er jedoch dem Tod nicht entgangen. Aber niemand hat ihm das Leben weggenommen, er selbst hat es hingegeben. Oder haben vielleicht diejenigen, die ihn ans Kreuz genagelt haben, seinen Blick vermieden?

Ahme Jesus nach: besänftige die Menschen mit Liebe. 

STATION XII – JESUS STIRBT AM KREUZ

Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus. (Lukas 23,44-46)

Angesichts des Todes ist der Mensch wie ein Kind – hilflos, ratlos. Vermutlich sind wir nicht imstande, zu begreifen, was auf Golgota passiert ist. Erinnerst du dich an das Gleichnis von der Perle? Jesus hat gesagt, das Himmelreich gleiche einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Wenn er schließlich eine kostbare Perle fand, verkaufte er alles, was er hatte und erwarb sie. Du bist die Perle. Jeder Mensch, für den der Gottessohn gestorben ist, ist eine kostbare Perle; so kostbar, dass Gott sich entschieden hat, alles für sie auszugeben. Alles. Verstehst du? Verachte deswegen dich selbst nicht. Du wurdest für einen großen Preis erworben. 

Ahme Jesus nach: behalte dein Leben für dich nicht, gib es den anderen.

STATION XIII – JESUS WIRD VOM KREUZ GENOMMEN

Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. Es kam auch Nikodemus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist. (Johannes 19,38-40)

Ein Freund ist derjenige, der in den schlimmsten Momenten – besonders in diesen – zur Seite steht. Das ist auch jemand, der für dich auch dann sorgt, wenn du keine Kraft mehr hast, wenn du nicht weiter machen kannst. Jesus war mit den Menschen befreundet, hat sich um die Beziehungen gekümmert. Josef aus Arimathäa, Nikodemus waren ihm auch nach dem Tod ergeben: mit Respekt und Liebe haben sie sich um seinen Körper gekümmert. Du kannst auch Freunde empfinden, ein Freund zu sein. Bitte Gott um diese schöne Gabe!

Ahme Jesus nach: gib dein Leben für deine Freunde und vertraue dich in ihre guten Hände an.

STATION XIV – DER HEILIGE LEICHNAM JESU WIRD INS GRAB GELEGT

An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei. (Johannes 19,41-42)

Jesus ist gestorben, aber nur für eine Weile… Während seine Freunde ihn im Garten bestattet haben, hat er die Welt noch einmal erneut geschaffen. Sie haben noch nicht vermutet, was passiert, es herrschte eine Stille… Aber die Stunden des Todes waren bereits gezählt, der Morgen der Auferstehung war schon nahe. Das beste Rezept für Unsterblichkeit, für das unendliche Leben heißt: halte dich an der Quelle des Lebens fest, sei mit ihm befreundet, verlasse ihn nicht!

Ahme Jesus nach: vertraue grenzenlos auf den Vater, auf den ewig lebendigen Gott. 

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Sowohl auf dem Weg der Vorbereitungen für den Weltjugendtag als auch jetzt vor Ostern lernen wir von Jesus selbst Liebe und Barmherzigkeit. Er hat Barmherzigkeit gezeigt, selbst wenn er das Kreuz getragen hat und gestorben ist: er hat die Trauernden und Gefangenen getröstet, das Unrecht geduldig ertragen und verziehen, indem er gesagt hat: «Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun».
Die Jünger gehen der Spur des Meisters nach. Sie beobachten. Sie stellen Fragen. Beobachte. Folge ihm nach. Ahme Jesus nach. 

Agnieszka Czelińska, Florian Rebel

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