26.07 - 31.07.2016

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Mein Leben und der WJT

2016-07-31 / Wolontariat


In diesem Zeugnis möchte ich euch erzählen, was ich dem WJT verdanke und welchen Einfluss er auf mein Leben hatte

1. Woher kam die Idee zum WJT?
Die Sehnsucht meinen Platz in der Kirche zu finden, hat mich dazu gebracht zum WJT zu fahren. Es begann als ich in der Oberschule (poln. Gimnazjum) war und beobachtet habe, dass an den Jugendmessen nur ein paar Personen teilnehmen. Damals dachte ich, dass die Jugend keine Lust hat, oder sich in der Kirche nicht finden kann. Nach einiger Zeit sah ich ein Jugendtreffen mit dem Papst im Fernsehen und damals kam in mir eine große Sehnsucht auf zum WJT zu fahren und sich davon zu überzeugen lassen, dass es viele Jugendlichen in der Kirche gibt. Ich wollte meinen Platz in der Kirche finden. Dank dieser Sehnsucht, die vor ein paar Jahren aufkam, nehme ich nun an dem dritten Weltjugendtag teil (Madrid, Rio, Krakau).

2. Was hat sich nach dem WJT verändert? Was verdanke ich dieser Erfahrung?
Jede Teilnahme am WJT hat mich gelehrt Gott zu vertrauen. Von Madrid bis Krakau sind 5 Jahre vergangen. Diese 5 Jahre waren eine große Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes in meinem Leben. Besonders habe ich in Rio erlebt, dass Gott sich um die kleinen Sachen sorgt. Dort wurde mir auch bewusst, dass wenn Gott sich um so kleine Sachen kümmert, Er das auch um Große machen wird.

Was hat mir der WJT noch gegeben?
Ich habe meinen Platz in der Kirche und in meinem Leben gefunden.
Bis jetzt erinnere ich mich an das letzte Treffen mit Papst Franziskus und den Freiwilligen in Rio.
Damals stand ich zwischen Tausenden Freiwilligen und fragte mich wie es in meinem Leben weiter geht. Dort sagte der Papst auch: Habt keine Angst, vielleicht wisst ihr noch nicht alle, was ihr tun sollt, welchen Weg ihr gehen sollt und wie ihr die Antwort auf viele Fragen finden sollt, die euch junge Menschen beschäftigen. Der Papst sagte weiter, dass wir Jesus fragen sollen, dass wir beten sollen und Ihm alles anvertrauen sollen. Er wird euch eine Antwort geben. Eins ist sicher: Gott hat einen Plan für jeden! Dann habe ich Friede, Freude und die Sicherheit verspürt, dass es wirklich so ist :)
Das war das Ende des WJT in Rio, aber der Anfang vieler Erfahrungen in meinem Leben, die guten und die schlechten.
Nach einiger Zeit bin ich für ein Jahr ins Ausland gegangen. Das war keine einfache Zeit, weil ich nach einigen Monate dort ohne Gemeinschaft, ohne die Kirche und oft auch ohne die Sakramente lebte. Das hat nicht lange gedauert, doch ich habe erst damals verstanden, was die Kirche ist und wie schwer es ist gut ohne Ihn zu leben. Die Erfahrung der gemeinsamen Eucharistie und des Gebets mit Millionen von jungen Menschen aus der ganzen Welt während des letzten WJT und danach der Auslandaufenthalt haben mir die Sicherheit gegeben, dass ich nie wieder ohne die Kirche leben möchte. Ich denke auch, dass ich u. a. wegen den früheren Erfahrungen des WJT nicht vollständig von der Kirche gegangen bin.
Trotz all dessen konnte ich keine Entscheidung über die Rückkehr nach Polen treffen, doch dann hat mich Gott wieder in das Land gezogen und mir die Möglichkeit gegeben in der Freiwilligenabteilung zu arbeiten. Als ich nur diese Sicherheit hatte, habe ich ein Ticket gekauft, mich gepackt und bin nach Krakau gekommen. Meine Rückkehr war nicht nur eine Rückkehr in das Land, aber auch eine Rückkehr zu der Kirche.

Bevor ich sage, was der WJT mich noch gelehrt hat und was ich Gutes danach in meinem Leben erfahren habe, möchte ich euch von Maciek erzählen, unserem Graphikdesigner, der euch ein Zeugnis geben sollte, aber am 2. Juli nach einem langen Kampf mit der Krankheit zu Gott gegangen ist. Ich weiß nicht was Maciek euch sagen wollte, aber ich weiß, was er mich gelehrt hat – zu VERTRAUEN. Ende Juni hat er einen Satz auf Facebook geschrieben, der mich sehr bewegt hat; Er schrieb „egal, was passiert – Ich vertraue Dir“. Ich denke, dass Maciek jetzt im Himmel ist und wie einer der Priester sagte, im Hauptstab der Organisation des WJT arbeitet (im Himmel) und deswegen alles klappt.

Zum Schluss möchte ich kurz zusammenfassen, wie der WJT mein Leben verändert hat.
Nach dem WJT in Madrid habe ich Englisch gelernt.
Nach dem WJT in Rio habe ich langsam gelernt Gott zu vertrauen.
Zwischen dem WJT in Rio und Krakau:
- habe ich eine wunderbare Arbeitsmöglichkeit im Komitee bekommen, was der Hauptgrund meiner Rückkehr nach Polen war,
- habe ich langsam meinen Platz in der Kirche gefunden,
- hat sich die Beziehung zu einem Jungen entwickelt, den ich bei dem WJT in Brasilien kennengelernt habe.
Wir haben uns vor 3 Jahren kennengelernt und sind vor 2 Monaten ein Paar geworden.
 Auf das alles musste ich geduldig warten, darum lohnt es sich zu erinnern, dass der WJT erst ein Anfang ist.
Heute kann ich schon ruhig und ohne Zweifel sagen, dass ich glücklich in der Kirche bin, die wir alle bilden und in der Gott jeden Tag, und besonders in der Eucharistie, anwesend ist.

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