26.07 - 31.07.2016

Symbole des WJT


Der Weltjugendtag  wird von zwei Symbolen begleitet – vom Heilig-Jahr-Kreuz und von der Marienikone, der Beschützerin des Römischen Volkes (Salus Populi Romani). Während der Weltjugendtagsfeier stehen sie am Ort der zentralen Ereignisse. In der Vorbereitungszeit reisen sie durch das Land, was vom Jugendtreffen organisiert wird. Diese Symbole weisen die nächsten Jugendgenerationen auf das echte Ziel des Weltjugendtages hin: auf die immer tiefere Erkenntnis Jesus Christus im Geheimnis der Erlösung und auf das menschliche Bedürfnis, um sich der Gottesmutter Fürsorge anzuvertrauen.


"Liebe Jugend, zum Schluss des Heiligen Jahres vertraue ich euch ein Zeichen dieses Jubiläumsjahres an: das Kreuz Christi! Tragt es auf die ganze Welt als Zeichen der Liebe Jesu für die Menschheit und verkündet allen, dass Heil und Erlösung nur im gestorbenen und auferstandenen Christus sind."


hl. Johannes Paul II., Rom, den 22. April 1984

Das Holzkreuz, das heute das Weltjugendtagskreuz genannt wird, wurde 1983 anlässlich des 2. Außerordentlichen Heiligen Jahres der Erlösung (25.03.1983 – 22.04.1984) errichtet. Bei der Anfangsfeierlichkeit des Heiligen Jahres wurde das Kreuz von jungen Leuten in den Petersdom gebracht, wo es die ganze Zeit des Jubiläums über geblieben ist. Es befand sich neben dem Hauptaltar und begleitete die Festveranstaltungen und Pilger, die in den Vatikan gekommen sind. Unter diesen Leuten fehlte es auch nicht an Jugendlichen, es gab Vertreter von verschiedenen Gemeinschaften und Bewegungen, die gemeinsam der Einladung des Papstes gefolgt sind.

Eben diese jungen Leute haben den Papst gebeten, dass er ihnen das Holzkreuz nach den Abschlussgottesdiensten des Heiligen Jahres übergeben möge. Der Heilige Vater hat ihre Bitte erfüllt und am Ostersonntag das Kreuz den Jugendlichen der Welt übertragen mit den Worten:

 „Ich übertrage euch dieses Zeichen des Jubiläumsjahres: das Kreuz von Jesus Christus! Tragt es in alle Welt als Zeichen der Gottesliebe zu den Menschen und verkündet allen, dass es nur in dem gestorbenen und auferstandenen Christus die Erlösung und das Heil gibt!“ /hl. Johannes Paul II., 22. April 1984/

Dieses Ereignis bedeutete nicht nur den Anfang der Wanderung des Kreuzes durch die ganze Welt, sondern auch die Ankündigung eines Weltjugendtages: eines Treffens, bei dem die jungen Leute anfangs selbst das Geheimnis der Erlösung empfinden und es später in die Welt zu ihren Altersgenossen, Familien und Landsleuten hineintragen sollen. Das ist ein Grund dafür, dass der erste Weltjugendtag (und bis heute noch diözesaner Jugendtag) am Palmsonntag kurz vor Ostern stattfand.

Zu Beginn haben die jungen Leute das Kreuz an sich genommen, das heißt zum Jugendzentrum San Lorenzo, das von Johannes Paul II. im Vatikan gegründet wurde. Dort wird das Kreuz ständig aufbewahrt und von da aus reiste es: zuerst zum Katholikentag nach Deutschland im Jahre 1984 und später durch andere europäische Länder. Als 1987 in Buenos Aires der zweite und gleichzeitig der erste Weltjugendtag außerhalb Italiens stattfand,  verließ das Kreuz zum ersten Mal Europa und reist seitdem durch alle Welt.

Bis heute war das Kreuz schon auf allen Kontinenten, auch in von Kriegen und Konflikten betroffenen Ländern.  Die jungen Leute bringen es sowohl in Heiligtümer und  Orte der religiösen Ereignisse, als auch dorthin, wo man jeden Tag Glaubensbekenntnisse braucht. Vor diesem Kreuz beteten Menschen an der Stelle der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York City und in Rwanda, einem Land, das sich mit den Folgen eines blutigen Bürgerkriegs abmüht. Außerdem war das Kreuz bereits im Hauptquartier der Organisation der Vereinten Nationen, besuchte aber auch kleinere Schulen, Krankenhäuser und Gefängnisse.

Seit dem 14. April 2014 reist das Kreuz zusammen mit der Marienikone durch polnische Diözesen, und bereitet damit die Polen auf den Weltjugendtag vor.




Ikone der Mutter Gottes Salus Populi Romani

Das Bild der Gottesmutter Salus Populi Romani gehört zu den am meisten verehrten Marienikonen in Italien. Der Beiname "Erlöserin des römischen Volkes" reicht bis zu den Ereignissen der letzten Jahre des VI Jahrhunderts zurück, als bei den Bewohnern Roms die Pest herrschte. Im Jahre 590 trug Papst Gregor der Große dieses Abbild von Maria in einer flehenden Prozession, in der er um die Rettung der Stadt bat. Währenddessen erblickte er am Himmel einen Engel mit einem Schwert und in Kürze zog sich die Pest zurück.

Heute befindet sich das gnadenreiche Bild der Gottesmutter in der Basilika Maria Maggiore, wohin Römer mit vielen Bitten pilgern. Auch Papst Franziskus hat den Brauch, seine apostolischen Reisen bei "der Größeren Gottesmutter" zu beginnen und zu enden.

Das erste Mal tauchte die Gottesmutter in diesem Abbild auf den Weltjugendtagen im Jahre 2000 auf, als die Kopie der Ikone an dem päpstlichen Altar auf dem Tor Vergata befestigt wurde.

Drei Jahre später, während des Jugendtages in der Diözese, ermunterte der Papst die Jugendlichen, sich durch Maria noch mehr Jesus anzunähern. In der Botschaft zu den Weltjugendtagen 2003 erklärte er: "Maria wird euch geschenkt, um euch zu helfen, eine immer echtere und persönlichere Beziehung zu Jesus zu finden. Durch ihr Beispiel lehrt euch Maria, mit liebendem Blick auf Ihn zu schauen, Der uns zuerst geliebt hat."

Genau an diesem Treffen vertraute der Papst den Jugendlichen die Kopie der Ikone an, damit Sie, zusammen mit dem Kreuz, durch die Welt wandere. Mit dieser Geste richtete Er den Jugendlichen Sein Testament aus: der Ruf "Totus Tuus", den folgende Generationen der Jugendlichen heute, an den Füßen der Gottesmutter "von den Weltjugendtagen " lernen.

„Wisst aber, dass wir in den schwierigen Zeiten, die im Leben jedes Menschen existieren, nicht allein sind: wie Johannes am Fuße des Kreuzes, so gibt Jesus auch Euch seine Mutter, damit Sie Euch mit ihrer Zärtlichkeit vertröstet”


Johannes Paul II, die Botschaft an den Weltjugendtag im Jahre 2003



Diese zwei Zeichen – das Kreuz und die Ikone der Gottesmutter – bewältigen jedes Jahr einen langen Weg, damit junge Leute aus der ganzen Welt in der Lage sind, Jesus Christus in der Nähe der beiden Zeichen finden zu können. Sie können sich bewusst werden, dass die Hoffnung in jenen existiert.

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